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Spektral-Linien?
"Spektral-Linien?" von sonorman
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Ausgangsbeitrag
sonorman
08.05.05
15:38
Vor ein paar Tagen (von einem anderen Bild inspiriert) aufgenommen.
Muss ich bei Gelegenheit noch mal mit einem anderen Glas ausprobieren.
Kommentare
arsbbr
08.05.05
15:43
Super Bild!
Weiße Spektrallinien sind aber ein Widerspruch in sich
Ist das Bild SW konvertiert+sepia? Ist nämlich überhaupt keine Dispersion zu erkennen
sonorman
08.05.05
15:52
Hm, stimmt. War mir auch nicht ganz sicher mit dem Wort. Darum das Fragezeichen.
Das Bild habe ich zunächst in Graustufen konvertiert, und anschliessend mit der hier zu sehenden Blaufärbung versehen.
arsbbr
08.05.05
16:04
Ja aber woher kommen jetzt die Streifen? Vom Monitor?
sonorman
08.05.05
16:05
Die Streifen sind meine Jalousie!
Dr. Ferdinand Groeger
08.05.05
17:05
Sehr gut! Mit Spektrallinien kann ich wenig anfangen, eher Brechungen. Da ist ja kein Spektrum aufgefächert, geschweige denn Spektralfarben.
sonorman
08.05.05
17:21
Ich meinte auch etwas anderes. Wie nennt sich noch dieser Effekt, der entsteht, wenn feine, enge Linien von einem gemeinsamen Mittelpunkt aus strahlenförmig auf einem Monitor dargestellt werden?
Wie hier zu sehen @@
freidenker
08.05.05
17:40
Interferenz?
arsbbr
08.05.05
17:41
Meinst du einen Siemens-Stern? Moiré?
@Dr. Ferdinand
Brechung ist immer abhängig von der Wellenlänge (Farbe) von Licht. Sonorman war ja so schlau und hat das Bild in SW umgewandelt, um die sog. Dispersion von Licht zu verstecken.
sonorman
08.05.05
17:53
arsbbr
Siemens Stern, richtig. Aber freidenker (willkommen bei MTN!) hat's getroffen. Interferenz war das Wort, welches mir nicht einfallen wollte.
arsbbr
08.05.05
18:03
Interferenz hat aber nichts mit Deiner Beschreibung zu tun. Bei gegenseitiger Auslöschung oder Verstärkung von Wellenzügen spricht man von Interferenz. Erkennen lässt sich das z.B. auf Deinem Foto bei dem Sieb. Das hat aber mit Beugung zu tun, nichts mit Brechung.
sonorman
08.05.05
18:12
arsbbr
Stimmt auch wieder. Hätte ich eigentlich auch von akustischen Interferenzen ableiten können. Ist ja das gleiche. Danke für die Aufklärung.
Dann müssten die durch das Glas erzeugten Verzerrungen der Jalousie als Beugungseffekte (diffraction) bezeichnet werden, richtig?
arsbbr
08.05.05
18:21
Nein. Glas bricht - Kanten oder Schlitze beugen. Wobei aber Brechung wieder auf Interferenz und der unterschiedlichen Lichtgeschwindigkeit in versch. Medien zurückzuführen ist. Alles hängt mit allem zusammen
Dr. Ferdinand Groeger
08.05.05
18:21
Beugung ist das richtige Wort. Es ist die Ablenkung von einer geraden Richtung.
arsbbr
08.05.05
18:24
Dr. Ferdinand
Wie jetzt?
sonorman
08.05.05
18:31
arsbbr
Kanten oder Schlitze beugen
Das ergibt Sinn. Auf diese Weise, also mit Kanten, arbeiten ja auch die Objektive der DO-Serie (DO = Diffractive Optics) von Canon. Ähnlich, wie eine Fresnellinse. @@
Hast Du beruflich mit solchen Dingen zu tun, oder woher hast Du Dein Knoff-Hoff?
Dr. Ferdinand Groeger
08.05.05
18:39
Beugung ist physikalisch definiert als Ablenkung von Licht von einer geraden Richtung. Das schließt andere Begriffe aus Kunstgeschichte oder Fotografie nicht aus.
Dr. Ferdinand Groeger
08.05.05
18:45
Brechung ist auch irgendwie richtig. Physikalisch bezeichnet Brechung die Richtungsänderung des Lichtes beim Übertritt in ein anderes Medium. Das Foto die ungebrochene und die im Glas gebrochene Jalousie ab, genauer gesagt: deren Licht.
arsbbr
08.05.05
18:47
Das System der Fresnellinse ist ja schon lange bekannt. Das haben ja schon z.B. schon seit Ewigkeiten Kleinbusse hinten am Fenster kleben, um einen größeren Blickwinkel nach hinten zu haben. Bei genauerem Hinsehen erkennt man dabei aber auch die schlechten Abbildungseigenschaften solcher Klebefolien.
Wusste nicht, dass man das heute in so einer guten Qualität hinbekommt, dass man Objektive damit bestücken kann
Damit kann man dann sicher prima der chromatischen Aberration entgegenwirken, da ja Beugung und Brechung sich vom Effekt auf die Farbe des Lichtes genau entgegewirken. (z.B. wird blau stärker gebrochen, aber schwächer gebeugt als rot).
Berufliche habe ich damit - sagen wir mal - nur aushilfsweise zu tun.
sonorman
08.05.05
18:55
arsbbr
Damit kann man dann sicher prima der chromatischen Aberration entgegenwirken, da ja Beugung und Brechung sich vom Effekt auf die Farbe des Lichtes genau entgegewirken. (z.B. wird blau stärker gebrochen, aber schwächer gebeugt als rot).
Das ist ja gerade einer der Hintergedanken bei den DO-Objektiven. Allerdings bringt die Technik, unter ungünstigen Bedingungen, andere Probleme ins Spiel. Die sind aber in der Praxis fast zu vernachlässigen.
Das Thema Brechung und Beugung ist schon verdammt komplex. So tief wollte ich da eigentlich auch gar nicht einsteigen, aber auf Wiki ist das Thema eigermaßen kompakt und verständlich erläutert (
). Wenn ich das Ganze nun richtig verstanden habe, dann basieren die hier im Bild zu sehenden Effekte doch allein auf der Lichtbrechung durch das Glas. Beugung ist wohl weniger im Spiel.
arsbbr
08.05.05
19:04
Man kann beide Effekte auf das sehr anschauliche Bild von Elementarwellen nach Huygens zurückführen. Also ist bestimmt irgendwie beides richtig
Aber um spitzfindig zu werden:
Das Licht kommt von draußen und fällt durch die Jalousie. Da der Abstand der einzelnen Streben nicht annähernd im Bereich der Wellenlänge von Licht ist, wird da mit hinreichender Genauigkeit nichts gebeugt.
Dann fällt das Licht durch das Glas und wird je nach Wellenlänge (oder Farbe) mehr oder weniger stark gebrochen. Dadurch ersteht ein Ausfransen von dem weißen Licht.
Gebeugt wird hier auch nichts. Höchstens wieder an der Kante der Glasfigur, was aber wie oben absolut minimal ist.
Diese Einteilung ist natürlich - wie alle Phänomene - nur von Menschen gemacht, und kann wie o.g. immer auf Grundprinzipien (Huygens, Fresnel, Newton, Maxwell etc.) zurückgeführt werden.
sonorman
08.05.05
19:14
Sehr informativer Thread. Wieder etwas dazugelernt. Danke.
arsbbr
08.05.05
19:25
Vom Hölzchen aufs Stöckchen. Und dabei vergessen, dass das Foto auch ohne viel techn. Gelaber einfach gut gemacht ist.
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