Erster Live-Test: Funktionen von iOS 12 im Überblick
Seit kurzem steht die erste Entwicklervorabversion von iOS 12 zum Download bereit - und wir werfen sofort einen detaillierten Blick auf alle Neuerungen von Apples Betriebssystem für iPhone und iPad.
- iOS 12 bringt, anders als macOS Mojave, keinen Dark Mode mit
- Face ID kann nun von zwei Personen entsperrt werden - Apple nennt dies "Alternate Appearance"
- Benachrichtigungen werden nun intelligent in Gruppen zusammgenfasst - in der Nachrichten-App nach Empfänger:
- Die Gesten auf dem iPad wurden denen auf dem iPhone X angepasst - auch die Uhrzeit wanderte auf die linke Seite. Links erreicht man die Benachrichtigungen, rechts das Control Center - wahrscheinlich hat Apple dies bereits in Vorbereitung für die kommenden iPad-Pro-Modelle mit Face ID und "Notch" umgesetzt
- In Nachrichten lässt sich der Name ausklappen, um die Person sofort per FaceTime oder FaceTime Audio anrufen zu können:
- Mit der "Measures"-App lassen sich Distanzen und Flächen messen. Beim Start der App befindet sich in der Mitte ein Punkt, ähnlich eines Laser-Strahls. Mittels des Plus-Knopfes startet man eine Messung und kann weitere Messpunkte hinzufügen. Die Ergebnisse der Measures-App sind trotz perspektivischer Verzerrung in unserem Test recht genau
- Die neue Books-App wurde um den Punkt Audio-Books erweitert:
- Erstmals ist die Stocks-App auch auf dem iPad verfügbar - und kommt in ungewohnt hellem Look daher. In der Seitenleiste werden alle eingetragenen Aktien angezeigt, in dem Inhaltsbereich auf der rechten Seite alle dazugehörigen Informationen wie ein Chart, Referenzwerte und ausgewählte News zum Unternehmen. Wählt man eine News aus, wird im Inhalts-Bereich die Yahoo-Finance-Seite eingeblendet - momentan ohne Möglichkeit, zurück zur Übersichtsseite der Aktie zu wechseln.
- Die Sprach-Memo-App auf dem iPad ist noch sehr mit Fehlern behaftet - die Fortsetzen-Funktion klappt beispielsweise noch gar nicht. Auch die Nutzeroberfläche ist noch ein Work-In-Progress. Die Sprachmemo-App zeigt im Aufnahmemodus die Memo als Ganzes im Überblick an, darüber sieht man den Audio-Verlauf wie man ihn kennt. In der Hauptansicht gruppiert die App abgespeicherte Memos nun links – wie bei allen neuen iOS-Apps. Außer den neuen Ansichten gibt es augenscheinlich nur zwei Neuigkeiten: Dass es die iOS-App jetzt auch für das iPad gibt und sie nun auch automatisch in die iCloud speichert. Letzteres lässt sich freilich in den Einstelllungen verhindern.
- Screen Time zeigt an, welche Apps man wie lange verwendet hat. Es lässt sich eine "Downtime "definieren, die ähnlich funktioniert wie Do Not Disturb: Es lassen sich Apps und Personen definieren, die trotzdem stören dürfen. App lassen sich in der Benutzungszeit limitieren oder von Limitierungen ausschließen.
- Ist das eingestellte Zeitlimit von Screen Time erreicht, wird der Nutzer aus der App ausgesperrt - derzeitig kann man die App aber noch am Rand weiterbedienen:
- Apps, bei denen der Nutzer das Zeitlimit überschritten hat, werden mit einer kleinen Sanduhr gekennzeichnet:
- In Markup stehen nun erheblich mehr Stiftfarben zur Verfügung:
- Die Suche in der Fotos-App hat Apple komplett überarbeitet. Man kann nun mit "Tokens" suchen, so zum Beispiel: Zeige mir alle Fotos vom "Strand", die im "Juni" aufgenommen wurden:
- Die Shortcuts-Funktion ist momentan noch ein kompletter Work-In-Progress und in der jetzigen Form kaum zu gebrauchen. Eigene Workflows lassen sich derzeitig nicht anlegen, sondern nur vorgeschlagene nutzen. Zwar kann man Siri neue Befehle beibringen, aber die Kombination von verschiedenen Aktionen zu ganzen Sets gelingt mit der vorliegenden Version noch nicht.
- Siri kann in iOS 12 in mehr als 40 Sprach-Paare übersetzen
- Do Not Disturb setzt Benachrichtigungen stumm, dafür lässt sich ein minutengenauer Zeitplan erstellen. Ruhemodus, wenn das iPad gelocked ist. Anrufe können nach Gruppen oder Einzelpersonen durchgelassen werden. Man kann einstellen, dass wenn jemand direkt nochmal anruft, beim zweiten Anruf durchkommt.
- Gruppen-Videochats via FaceTime funktionieren erst ab dem iPhone 7 oder neuer und sind derzeit nicht auf dem iPad verfügbar
- Kamera-Effekte in der Nachrichten-App stehen nur auf dem iPhone 6s bzw. SE und neuer bereit, nicht jedoch auf dem iPad
- iOS 12 bietet mit dem CarPlay-Framework erstmalig die Möglichkeit, Apps für das System zu entwickeln. Allerdings muss es sich um eine Navigations-App handeln, die sich dann über die CarPlay-UI ausführen lässt.
- ARKit 2 leistet im Vergleich zur ersten Iteration deutlich bessere Ergebnisse - so zittern auf Flächen gestellte Objekte lange nicht mehr so stark wie in ARKit 1. Bisher ist noch nicht klar, wie man 3D-Modelle in das neue, von Pixar mitentwickelte USDZ-Format konvertiert.