Spannende Wendung: Intel-CEO Swan tritt zurück – VMWare-CEO übernimmt
Die Ära von Bob Swan als Intel-CEO währte nicht sonderlich lange. Erst im Februar 2019 hatte Intel den vorherigen Finanzchef dauerhaft an die Spitze des Konzerns gestellt, nachdem dieser bereits sieben Monate als Interims-CEO eingesetzt war. Insgesamt hatte es sich um keinen planmäßigen und ruhigen Übergang gehandelt, denn Ex-CEO Brian Krzanich musste im Sommer 2018 nach einer internen Affäre den Rücktritt einreichen. Jetzt kommt es aber erneut zu einem Führungswechsel, denn wie Intel per
Pressemitteilung bestätigte, verlässt Bob Swan schon im Februar seinen Posten und macht Platz für einen Nachfolger.
Pat Gelsinger übernimmt und kehrt zu Intel zurückDieser wurde auch bereits gefunden – und es handelt sich um einen Kandidaten, der schon 2018 in der engen Auswahl war. VMWare-CEO Pat Gelsinger wird demnach in Kürze das Ruder übernehmen und soll Intel wieder auf Erfolgskurs zurückführen. Ob Swan ganz freiwillig abtritt oder ob man im Unternehmen der Meinung war, nicht die richtige Führungsperson zur Überwindung der Hardware-Probleme gefunden zu haben, ist nicht bekannt. In der offiziellen Ankündigung lässt sich dazu keine explizite Aussage finden – wohl aber ein Swan-Zitat, in dem er die Entscheidung des Boards zugunsten von Gelsinger unterstützt.
Intel alter CTO und neuer CEO Pat Gelsinger
Intel-CEO jetzt wieder ein TechnikerBei Gelsinger handelt es sich wieder um einen Chip-Spezialisten mit technischem Hintergrund. Obwohl er von einem anderen Unternehmen zum Chip-Riesen wechselt, gilt er dennoch als Intel-Urgestein. Dort war er nämlich über viele Jahre hinweg in der Chip-Entwicklung tätig und auch als "Chief Technology Officer eingesetzt". 2009 hatte es viele überrascht, als Gelsinger plötzlich seine Abkehr von Intel verkündete. Umso größer zeigt sich nun an der Börse die Freude, ihn erneut bei Intel zu sehen. Im nachbörslichen Handel legte das Wertpapier umgehend nach Bekanntwerden der Meldung um fast zehn Prozent zu. Für Gelsinger gibt es allerdings sehr viel zu tun, denn bekanntlich kämpft Intel an mehreren Fronten – und hat in einigen Bereichen schlicht den Anschluss verloren.