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Steve Jobs 1983: Visionäre Einblicke in die Zukunft von Computer und KI

Das Steve Jobs Archive hat bisher unveröffentlichtes Filmmaterial von Steve Jobs aus dem Jahr 1983 veröffentlicht. Jobs, damals 28 Jahre alt, spricht über die Rolle von Computern im Alltag. Er prophezeit, dass bis 1986 Verkäufe von PCs die der Autos übersteigen und innerhalb der nächsten zehn Jahre Menschen mehr Zeit mit einem Computer als in einem Auto verbringen. Seine Aussagen wirken in den frühen 1980er-Jahren geradezu absurd, doch sie zeigen Jobs’ außergewöhnliches Gespür für technologische Entwicklungen.


Fokus auf Design und Nutzerfreundlichkeit
Ein zentrales Thema seiner Rede ist das Design von Elektronik. Jobs kritisiert, dass in den USA das Design von Automobilen im Vordergrund steht, während der Elektronik wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Er ruft Designer auf, sich verstärkt mit der Gestaltung von Computern zu beschäftigen, da diese Produkte, ob gut oder schlecht designt, in Massen hergestellt werden und somit einen erheblichen Einfluss auf das tägliche Leben der Menschen haben. Die Veröffentlichung seiner Rede gibt uns nicht nur einen Einblick die visionären Gedanken eines der größten Innovatoren unserer Zeit, sondern erinnert uns auch daran, wie weit wir in der technologischen Entwicklung gekommen sind – und wie viel davon auf Jobs’ unermüdliches Streben nach Exzellenz zurückzuführen ist.

Jony Ive über das Video
„Steve nahm selten an Designkonferenzen teil. Das war 1983, vor der Einführung des Mac, und Apple stand noch ziemlich am Anfang. Ich finde es beeindruckend, wie tiefgehend sein Verständnis für die bevorstehenden dramatischen Veränderungen war, welche durch die Verbreitung des Computers eintreten würden. Natürlich war er nicht nur prophetisch, sondern auch maßgeblich daran beteiligt, Produkte zu definieren, die unsere Kultur und unser Leben für immer verändern sollten“, schreibt Apple-Design-Legende Jony Ive über das Video.

Steve Jobs zum Thema KI
Weiter unten im Artikel findet sich ein kurzer Clip, in dem Steve Jobs über das Thema „Künstliche Intelligenz“ spricht: „Der Hauptunterschied, der derzeit zwischen den beiden Maschinen besteht – und ich werde das Wort ‚Maschine‘ für das Gehirn verwenden – ist, dass der Mensch seiner selbst bewusst ist. Wir sind uns unseres Bewusstseins bewusst: 'Ich denke.' Soweit wir wissen, hat noch kein Computer oder höher entwickeltes Tier gesagt: 'Ich denke.' In der künstlichen Intelligenz wird intensiv daran gearbeitet, zu verstehen, was Bewusstsein ist und ob sich ein Computer jemals seiner selbst bewusst sein kann. Viele von uns sind motiviert, weil wir offen gesagt nicht wissen, ob wir mehr als nur eine Maschine sind.“

Das 2022 von Laurene Powell Jobs, Tim Cook und Jony Ive gegründete Steve Jobs Archive umfasst eine umfangreiche Sammlung an Zitaten, Fotos, Videos und E-Mails von Steve Jobs. Weiterhin bietet die Plattform Stipendien für junge Kreative, die sich Technologie und Geisteswissenschaften widmen .

Kommentare

Tai
Tai19.07.24 15:27
Ich kann das Sensatinelle jetzt nicht erkennen. Im Prinzip sagt er, dass in einigen Jahren deutlich mehr Computer benutzt werden, als zu dem Zeitpunkt, als er sprach. Vielleicht noch, dass sie das Leben verändern werden. Aber da unterscheidet er sich wenig von anderen Leuten, die sich mit der Entwicklung der Computer damals schon beschäftigt haben.
+1
Nebula
Nebula19.07.24 16:05
Ich habe 1986 mehr Zeit vor dem C64 als im Bett verbracht. Dennoch war das nochmal eine andere Qualität als der heutige Zustand, wo ein Computer eben nicht ein Kiste ist, zu der man sich hinbegibt, sondern dass man umringt ist von Computern und viele Leute gleich mehrere ständig mit sich rumtragen. Für mich war 1986 eine dramatische Änderung, für die meisten meiner Mitmenschen noch nicht. Die Mehrheit zweifelte auch 1990 noch an, dass sie einen Computer überhaupt benötigen. Das irgendwann Teilhabe am Leben ohne Computer so schwer sein wird wie bereits heutzutage, haben sicher nicht viele so vorhergesehen. Denn hier ist der Punkt erreicht, wo man tatsächlich von einer dramatischen Veränderung sprechen kann. Selbst die Geburtsjahre des Internets hatten noch keine umfassende Dramatik.
»Wir werden alle sterben« – Albert Einstein
+10
gbkom20.07.24 08:05
Bei mir fing es 1982 mit dem Atari „richtig“ an. Bis dahin hatte ich mit Selbstbau-Projekten (elektor SCMP 1976) und einigen TTL-Schaltungen erste Versuche in Richtung Digital gemacht, allerdings aus ganz anderen Gründen: Damals bastelte ich an Telefonanlagen und Relais sind digital — das müsste also auch rein elektronisch gehen.

Mit dem Atari wurde es Leidenschaft: Ich programmierte Simulationen für die Steuerungen von Fahrstühlen und Waschmaschinen, um die Möglichkeiten eines Computers zu lernen. Schon sehr bald hatte ich mit zwei Relais, die über den Joystick-Port gesteuert wurden, ein Telefon-Interface und konnte aus meiner selbstgeschriebenen Adressverwaltung Telefonnummern wählen lassen.

Nur knapp zwei Jahre später lernte ich Wau Holland kennen und wir diskutierten in seinem Keller in der Schwenkestraße lange über die Veränderungen, die uns durch die damals schon absehbare digitale Revolution erwarten würden. Und ganz besonders über die Gefahren eines Missbrauchs dieser Technik durch Kriminelle, aber auch durch staatliche und wirtschaftliche Institutionen. Uns war klar: Man kennt sich damit aus, oder wird schnell zum Opfer.

Beim 1984-Werbespot bekomm‘ ich noch heute eine Gänsehaut und als ich 1985 zum ersten Mal an einem Macintosh arbeitete, war klar: Das wird die Zukunft werden. Seit dem bin ich sehr großer Fan von Steve Jobs und seit 1987 arbeite ich ausschließlich mit Apple-Rechnern (mein erster SE steht betriebsbereit im Original-Karton auf dem Dachboden).

tl;dr
Sorry: Eigentlich wollte ich nur Danke sagen für den Link auf das Video.
+7
Tai
Tai20.07.24 10:02
Tai
Ich kann das Sensatinelle jetzt nicht erkennen. Im Prinzip sagt er, dass in einigen Jahren deutlich mehr Computer benutzt werden, als zu dem Zeitpunkt, als er sprach. Vielleicht noch, dass sie das Leben verändern werden. Aber da unterscheidet er sich wenig von anderen Leuten, die sich mit der Entwicklung der Computer damals schon beschäftigt haben.

Ich muss mich korrigieren. Ich hatte übersehen, dass ganz unten der Film nochmal in „ausführlich“ kommt. Das ändert einiges.
+2
GHS
GHS21.07.24 14:43
gbkom

🙏🙏🙏👍
Seht die Welt aus anderen Augen.
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Earlemann22.07.24 11:07
Sicherlich gibt es viele helle Köpfe, die visionär nach Vorne blicken, die das aber alles in stillen Kellern machen. Daher sind solche Aufnahmen spannende Zeitzeugen solcher Gedanken. Danke fürs Hervorbringen!
Abgesehen von der KI-Thematik: ab Minute 13 beschreibt er ziemlich präzise das, was wir heute alle als Street View kennen - satte 24 Jahre vor Google Street View und 36 Jahre vor Apple Look Around! Was mag noch alles heute schon in den Laboren schlummern, was übermorgen marktreif wird?
0
Nebula
Nebula22.07.24 13:30
Earlemann
Sicherlich gibt es viele helle Köpfe, die visionär nach Vorne blicken, die das aber alles in stillen Kellern machen.
Willst du damit sagen, dass die zahllosen Menschen, die ihre Visionen in Foren und auf SM teilen keine hellen Köpfe sind? 😁
»Wir werden alle sterben« – Albert Einstein
0
Earlemann22.07.24 16:28
Nebula
Willst du damit sagen, dass die zahllosen Menschen, die ihre Visionen in Foren und auf SM teilen keine hellen Köpfe sind? 😁
Nee, da sind ohne Zweifel viele helle Köpfe dabei (was ja auch gut ist), aber die Bühne ist nunmal eine Andere (oft weniger Reichweite, weniger Relevanz) und das Medium. So sehr sinnvoll und wertvoll so mancher konstruktiver Diskurs ist - so sehr abstoßend und destruktiv ist die Kommentarspalte in manchen Foren und SM, wo der helle Kopf viel zu oft und zu leicht auf Schwurbler, Verdreher und vermeintliche Besserwisser trifft. Alleine daher werden viele spannende Sachen ungesagt bleiben (und stumm in Kellern verbleiben).
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